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Luftentfeuchter Berater

Luftentfeuchter: Welchen hätten Sie denn gerne?
Warum soll ich solch ein Gerät kaufen? Diese Frage sollte auch vor einer Kaufentscheidung stehen, wenn es um einen Luftentfeuchter geht. Und sobald diese Frage beantwortet ist, stehen für den potenziellen Kunden weitere an: Welche Eigenschaften des Geräts sind mir besonders wichtig? Wie leistungsstark muss der Luftentfeuchter sein und welche Zusatzfunktionen bieten sich an?

Der folgende Text soll als Kaufberater Antworten auf solche Fragen geben und beim Kauf des richtigen Geräts unterstützen. Dafür nennt er Gründe für den Kauf eines Entfeuchters, stellt verschiedene Technologien und Einsatzgebiete zur Luftentfeuchtung vor und nennt Fragen, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen können.
Luftentfeuchter nutzen: Warum eigentlich?
Grob kann man die Funktionen von Luftentfeuchtern in zwei Kategorien einteilen: Sie können dazu beitragen, die Feuchtigkeit in Bauteilen bei Wasserschäden oder nach dem Neubau zu reduzieren. Und sie können Schäden vorbeugen, weil eine zu hohe Luftfeuchtigkeit beispielsweise das Risiko einer Schimmelbildung steigert. Schauen wir uns die Gründe für den Kauf eines Entfeuchters im Detail an:
Schimmelrisiko senken
Schimmelpilze benötigen Feuchtigkeit sowie organisches Material als Nahrung. Solch ein organisches Material gibt es in einer Wohnung oder in einem Büro häufig: beispielsweise Holz und Leder oder Tapeten. Ein gewisser Anteil an Feuchtigkeit in der Luft ist ebenfalls immer vorhanden.

Das Risiko einer Schimmelbildung steigt jedoch erst ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65% bis etwa 70%. Eine permanent hohe Luftfeuchtigkeit sollte man deshalb vermeiden. Eine zu niedrige ist aber ebenfalls nicht gut: Bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit können beispielsweise Schleimhäute austrocknen und das Infektionsrisiko steigt. Die optimale relative Luftfeuchtigkeit liegt in den meisten Wohnräumen und Büros bei 40% bis 60%.

Was bedeuten absolute und relative Luftfeuchtigkeit?

Textilien schützen
Für kleine Bereiche konzipierte Luftentfeuchter können beispielsweise Kleidung in relativ feuchten Schränken schützen. Hierfür reichen aber in der Regel diejenigen Luftentfeuchter aus, die man für wenig Geld in Supermärkten erhält.

Ein gesünderes Raumklima schaffen
Für die Gesundheit ist weder eine zu hohe noch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit optimal. In relativ hoher Luftfeuchtigkeit ab etwa 60% vermehren sich beispielsweise Milben gut. Die winzigen Ausscheidungen dieser Kleinstlebewesen können bei Hausstauballergikern eine allergische Reaktion auslösen.

Wände trocknen nach Wasserschaden
Bei Wasserschäden ist natürlich eine Ursachenforschung oberstes Gebot. Erst nach Beseitigung der Ursache lassen sich Schäden nachhaltig beseitigen. Luftentfeuchter können diese Ursachenforschung nicht ersetzen. Aber sie können dazu beitragen, Wänden und Decken Feuchtigkeit zu entziehen.

Bautrocknung
Eine ähnliche Funktion haben Bautrockner. Sie gehören zu den besonders leistungsstarken Luftentfeuchtern und werden eingesetzt, weil Bauarbeiten häufig mit viel Wassereinsatz verbunden sind. Meistens werden viele Hundert Liter Wasser für Materialien wie Putz, Zement und Mörtel sowie Bauteile wie den Estrich genutzt und ein großer Teil des Wassers muss raus aus der neugebauten Immobilie. Ein Bautrockner beschleunigt diesen Vorgang.

Dokumente und/oder Lagergut schützen
Auch in Lagern, Archiven und Bibliotheken ist eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit wichtig, weil sich Schimmel auf Dokumenten oder Lagergut bilden kann. Luftentfeuchter können hier zum Schutz beitragen.

Produktionsprozesse
Optimale Luftfeuchtigkeit ist für viele Produktionsprozesse entscheidend. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann es zu Störungen, zu einer hohen Ausschussquote oder Hygienemängeln kommen, die aufwändig behoben werden müssen. Je nach Branche kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit beispielsweise Puder verklumpen und es können Schäden an Verpackungsmaterial oder Korrosionsschäden an Maschinen entstehen.
Luftentfeuchter nutzen unterschiedliche Technologien
Kleinste Varianten der Luftentfeuchter sind die nicht-elektrischen sogenannten Granulatentfeuchter, die man oft bereits für wenig Geld im Discounter erhält. Das Granulat entzieht der Luft einen Teil der Feuchtigkeit. Diesen Vorgang nennt man Absoption. Auf kleinen Flächen (z.B. Schrank, Autoinnenraum) können solche Entfeuchter durchaus gute Dienste leisten. Allerdings ist die Entfeuchtungsleistung arg begrenzt. Bei elektrischen Luftentfeuchtern unterscheidet man vor allem zwei andere Technologien:

Kondensationsanlagen
Kondensations-Luftentfeuchter gehören zu den häufigsten Varianten. Die Luft wird hier zum Beispiel mit Kühllamellen so abgekühlt, dass Luftfeuchtigkeit kondensiert und in einen Wasserbehälter fließt. Das Gerät gibt die Luft anschließend mit weniger Feuchtigkeit wieder an die Umgebung ab.

Adsorptionsanlagen
Adsoptions-Luftentfeuchter sind meistens Profigeräte, die man beispielsweise zur Bautrocknung einsetzt. Eine häufige Variante der Adsorptionsgeräte ist der Rotationsentfeuchter. Bei ihm zieht ein sogenanntes Sorptionsrad die Feuchtigkeit an, die dann mit Druckluft in den Wasserbehälter oder Abflussschlauch geleitet wird.

Im Vergleich zu Kondensations-Luftentfeuchtern sind Adsoptions-Geräte in der Regel teurer und sie verbrauchen mehr Energie. Man kann sie jedoch bei niedrigeren Temperaturen einsetzen und sie sind leistungsstärker. Aber Vorsicht: Aufgrund der Leistungsstärke kann es bei nicht fachkundiger Nutzung zu einer Übertrockung kommen. Dann entzieht der Luftenfeuchter der Bausubstanz soviel Feuchtigkeit, dass beispielsweise Risse entstehen.
Entfeuchter gibt es für kleine Räume. Und für große Hallen.
Luftentfeuchter gibt es in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Einsatzgebiete. Geräte mit einer relativ geringen Leistungsstärke kann man in Wohnungen sowie kleineren Büros oder Galerien einsetzen. Größere Varianten sind beispielsweise für die Bautrocknung, für große Museen und Bibliotheken sowie für Produktions- und Lagerhallen geeignet. Wichtige Kennzahlen, mit denen sich die Eignung eines Luftenfeuchters für die vorgesehene Aufgabe beurteilen lässt, sind:

• Raumgröße: In der Regel wird bei einem Luftentfeuchter in Quadrat- oder Kubikmetern angeben, für welche Raumgröße der Luftentfeuchter maximal geeignet ist.

• Luftleistung: Die Kennzahl „Luftleistung“ beschreibt, wie viel Kubikmeter Luft das Gerät pro Stunde umwälzen kann.
 
• Entfeuchtungskapazität: Die Entfeuchtungskapazität wird beim Luftentfeuchter beispielsweise in Liter/Tag angegeben. Sie beschreibt die Menge Wasser, die der Luft durch das Gerät entzogen werden kann. 
Auswahlkriterien beim Kauf eines Luftentfeuchters
Neben der Leistung des Geräts gibt es eine Reihe weiterer Kriterien, die beim Kauf wichtig werden können. Folgende Fragen spielen bei der Kaufentscheidung ebenfalls eine Rolle:

Soll der Luftentfeuchter automatisiert entfeuchten?
Viele Luftentfeuchter sind mit einem Hygrostat für eine automatisierte Regulierung und Einstellung der gewünschten Luftfeuchtigkeit ausgestattet. Dann misst der Hygrostat die aktuelle Luftfeuchtigkeit und der Luftentfeuchter springt nur an, wenn der Wert unter einen vom Nutzer eingestellten Sollwert sinkt.

Welchen Bedienkomfort und welche Effizienz erwarten Sie?
Neben der automatisierten Luftentfeuchtung können Luftentfeuchter weitere Funktionen besitzen, die den Bedienkomfort und Effizienz des Geräts steigern. Einige Luftentfeuchter sind beispielsweise mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet, die das Gerät nach Ablauf einer eingestellten Zeit automatisch abstellt. Wer sich die regelmäßige Leerung eines Wassertanks sparen möchte, kann sich für ein Gerät mit dauerhafter Drainage entscheiden.

Für welche Temperaturen muss der Luftentfeuchter geeignet sein?
Insbesondere wenn der Luftbefeuchter bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden soll, sollte man beim Kauf darauf achten, dass das Gerät auch für die jeweilige Temperatur ausgelegt ist.

Nur entfeuchten oder auch reinigen?
Einige Luftentfeuchter enthalten zusätzlich zur Entfeuchtungstechnik Filtersysteme, um die Luft von Fremdpartikeln wie Staub, Pollen, Sporen und Keimen zu befreien. Feine HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air) können selbst winzige Teilchen aus der Luft entfernen.

Was ist absolute Luftfeuchtigkeit? Und was relative?
Die absolute Luftfeuchtigkeit beschreibt den Anteil von Feuchtigkeit in der Luft in der Einheit „g/m³“ Dabei bezieht sich das g (Gramm) auf den Feuchtigkeitsanteil und das m³ (Kubikmeter) auf die Menge Luft. Bei einer absoluten Luftfeuchtigkeit von 13 g/m³ gibt es also 13 g Wasserdampf pro Kubikmeter Luft.

Luft kann jedoch immer nur eine bestimmte Menge Wasserdampf aufnehmen. Wird die maximale Aufnahmemenge erreicht, sagt man auch: Die Luft ist zu 100% mit Feuchtigkeit gesättigt. Wird dennoch weiter Feuchtigkeit zugeführt, kondensiert der Wasserdampf in der Luft. Wasser lagert sich dann beispielsweise an Decken oder Wänden ab.

Die in Prozent gemessene relative Luftfeuchtigkeit beschreibt, wie sehr sich die messbare absolute Feuchtigkeit bereits der maximalen Aufnahmemenge angenähert hat. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 60% bedeutet zum Beispiel: Der derzeitige Anteil von Wasserdampf in der Luft ist noch 40 Prozentpunkte von der maximalen Aufnahmemenge entfernt.

Abhängig ist die maximale Aufnahmemenge jedoch von der Lufttemperatur. Je kälter Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Bei 15 Grad Celsius warmer Luft liegt die maximal mögliche Wasseraufnahme beispielsweise bei 12,8 g/m³, während sie bei 30 Grad warmer Luft erst bei 30,3 g/m³ erreicht ist. Das bedeutet auch: Kühlt Luft sich bei gleichbleibender Feuchtigkeitsmenge ab, steigt die relative Luftfeuchtigkeit: 12,8 g/m³ entsprechen bei 15 Grad 100% relativer Luftfeuchtigkeit und bei 30 Grad nur noch etwa 42% (12,8 = 42,24% von 30,3). 

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